9
Aug
2004

Papier kaufen im Kiez



Ein Lieblingsladen am Klausenerplatz ist das Papiergeschäft von Christina und Maghsoud Fallahi. Außer Papier gibt es hier Kinderbücher, Schreibgeräte, man kann Fotokopien anfertigen und Buchbindearbeiten in Auftrag geben. Das Geschäft gibt es seit 1985, die Fallahis haben den Laden zu einem Zeitpunkt gemietet, als die damalige Wohnungsbausgesellschaft "Neue Heimat" Probleme damit hatte: Es gab ein Reisebüro vorher, eine Theaterkasse, ein anderer Mieter versuchte, ein Restaurant einzurichten, obwohl er keinen Gewerbeschein hatte. Eines Tages ging Maghsoud auf dieser Seite des Platzes vorbei, sah den Zettel "Nachmieter für das Ladenlokal gesucht" und entschloss sich zu mieten. Christina war ausgebildete Lehrerin, hatte bis dahin vor allem als Apothekenhelferin gearbeitet und wollte gern ein Papiergeschäft dort einrichten. Maghsoud gefiel die Idee gut, er beschäftigte sich als Student auch mit Malerei und Kalligraphie und er hat den "richtigen Blick" für qualtitativ hochwertiges Papier. Als Diplom-Volksswirt brachte er ökonomisches Know-How ein. Die Ladeneinrichtung aus Holz entwickelte sich mit den Bedürfnissen, ein ehemaliger Architekt und ein Schreiner haben dabei geholfen.



Das Papiergeschäft an dieser Stelle ist von Anfang an von der Kundschaft im Kiez gut angenommen worden. Die Fallahis wohnen auch am Klausenerplatz und haben hier viele Bekannte, die natürlich zum festen Kundenstamm im Laden gehören.
Aber es gibt auch Probleme. So macht es sich seit etwa Mitte der neunziger Jahre bemerkbar, dass sich die Kiezstruktur verändert: Vor allem die wohlhabenden Familien bauen Häuser und ziehen ins Berliner Umland, während der Anteil der Sozialhilfeempfänger steigt, durch die Sanierung des Quartiers wurden eben auch viele Sozialwohnungen geschaffen. Ein weiterer Rückschlag für das Einzelhandelsgeschäft war die Ansiedlung von McPaper in der Postfiliale am Spandauer Damm. Maghsoud Fallahi denkt manchmal besorgt darüber nach, dass der Laden genug für die Familie mit zwei Töchtern im Ausbildungsalter erwirtschaften muss. Für heute allerdings muss man sich keine Sorgen machen: Es ist ein Riesenandrang!
Die Schule fängt an - die Kinder brauchen neue Schulsachen!

Fensterputzer

Die regionale Ökonomie funktioniert noch, solange die Fensterputzer zu tun haben.



Gestern getroffen: Klaus Reuther, früher Bühnenmeister und Schauspieler, heute Fensterputzer und Künstler...

Geräuschkulisse

Aaarrghhh.... Dacharbeiten.
Den ganzen Tag Hämmer- und Bohrgeräusche...
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klausenerplatz

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