7
Okt
2004

Elfriede Jelinek

Der Literatur-Nobelpreis. Endlich!

Update:
Elfriede Jelinek beschreibt radikal desillusioniert die Rolle der Frauen in Beziehungen:
"Meine Arbeit ist ein geradezu fanatisches Beenden der Mythen... Die Liebe beschreibe ich sehr oft, aber ich beschreibe sie immer als ein Arbeitsverhältnis im ehelichen Vertrag eines Herr-Knecht Verhältnisses. Das bringt die Leute wohl am meisten gegen mich auf, wenn ich diesen liebsten Mythos von allen geradezu zwanghaft zerstören muss...
Leider kann ich keine positiven Entwürfe liefern."
Auch wenn Frauen das alles längst erkannt haben und etwas daran ändern wollen, bleibt es schwierig. Jelinek zur Zukunft des Feminismus: "Solange sich an diesen Machtverhältnissen zwischen Männern und Frauen nichts Grundlegendes ändert, wird es immer Platz und Arbeit für Feministinnen geben."
Und: "Eine Demütigung für eine Frau, von einem Mann abhängig zu sein. Im Grunde ist nichts verwirklicht. Da nützen auch die ganzen Quoten nichts."
Auf die Frage, wann denn für Frauen jemals dieser Zustand der Freiheit erreicht werden kann, antwortet Jelinek - sehr katholisch:
"Das ist das Auflösen, das schöne Selbstauflösen. Diese Ungeheuerlichkeit des Opfers, die ihm seine Größe gibt, wenn er sich selbst auflöst.... Für mich kann es das nicht sein. Ich habe als Frau keine Größe. Ich bin schon hingeworfen. Ein wertloses bzw. niederes Jeton, das nicht hoch im Kurs steht. Es kann nur in der anderen Richtung weitergehen. Die Frauen müssen versuchen, ein Subjekt zu werden, das sich gleichberechtigt neben den Signifikanten stellen kann."
Die Zitate wurden gefunden im Interview von Rudolf Maresch in der heutigen Ausgabe von Telepolis
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