19
Sep
2004

Weg mit dem Sperrmüll!



Alles muss raus aus dem Keller! Gestern fand auf dem Klausenerplatz der halbjährliche Sperrmülltag statt - Gegenstände aus dem Keller werden von der BSR unentgeltlich angenommen. Auch Elektroschrott wird man hier los - größere Sachen, wie Waschmaschinen, kosten 10 Euro. leider werden keine Farbreste angenommen, die müssen bei den professionell gerüsteten Annahmestellen entsorgt werden. Auf dem gleichzeitig stattfindenden Flohmarkt können gut erhaltene Sachen auch verkauft werden. Organisiert wird das ganze vom Kiezbündnis Klausenerplatz , gesponsert von Wohnungsbaugesellschaften und BSR. Wermutstropfen: Hier sind leider nur Charlottenburger berechtigt, ihren Müll abzuliefern!

Orangene Enten

Die rosawolke bedankt sich artig beim Schockwellenreiter für das "allerschärfste Wilkommen" und revanchiert sich einem Gegenbeweis zur These "alle Enten sind gelb": hier ist meine obercoole japische Handy-Ente mit Blinkfunktion. Und die Farbe ist eindeutig orange!

17
Sep
2004

Wandmalerei - Zitate aus den Jahrzehnten



Wandmalereien zum Thema "Zitate aus den Jahrzehnten" gibt es an der Fassade des Seniorenwohnheims in der Charlottenburger Schloßstraße zu sehen. Die Serie entstand in den Jahren 1980-83, Paul Blankenburg malte eine populäre Berliner Stadtgeschichte der Jahre 1920 bis 1980 - gemeinsam mit Jugendlichen der Künstlergruppe "Plötzlich" aus dem Jugendgefängnis Plötzensee. Zu sehen sind Motive zu Bücherverbrennungen, Trümmerfrauen, Mauerbau, Kennedy-Besuch, Jugendkultur, Protestbewegungen. Die zuletzt entstandenen Bilder zeigen ein Selbstportait der Gruppe "Plötzlich" bei einem Picknick mit den Heimbewohnern.
Das Wandbild wurde in den 90er Jahren von Graffity übermalt, dank des Engagements ("Respect other Artists!") des Künstlers Werner Brunner konnte das Werk noch einmal wiederhergestellt werden.
Weitere Motive aus den Jahrzehnten habe ich bei flickr hochgeladen.

Nazizeit-Buecherverbrennungen

12
Sep
2004

Lenin im Café

Gefunden im Garten des Café K. Ist das auch eine Bewegung "zurück zu den Wurzeln"? Lenin hat schließlich in Schweizer Kaffeehäusern wesentliche Teile der russischen Revolution vorgeplant....

Lenin im Café K

10
Sep
2004

Richard Scheibe - ein homosexueller Bildhauer in der Nazizeit

Es gibt zur Zeit eine Ausstellung im Georg-Kolbe-Museum, einem der seltenen Ateliermuseen in Berlin: Richard Scheibe,Narciss und Nymphe. Scheibe's Skulpturen aus der Zeit zwischen 1920 und 1950 sind weitgehend in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht, wie man im Georg-Kolbe-Museum auch ein wenig selbstkritisch vermerkt. Der Bildhauer konnte sich während der Nazizeit nicht zu seiner Homosexualität bekennen, er lebte in innerer Emigration und entwickelte eine zurückhaltende Formwelt, die von androgynen Figuren belebt ist.

9
Sep
2004

Gewerbe im Kiez: kritisches Resumé

Klaus Betz vom Kiezbündnis Klausenerplatz zieht in der September - Ausgabe des Kiezblattes eine kritische Bilanz zur Situation des Gewerbes im ehemaligen Sanierungsgebiet. Bei Miet- und Kostensteigerungen mit gleichzeitig geringerer Kaufkraft der Anwohner sind weitere Ladenschließungen vorprogrammiert.

23
Aug
2004

Eine "Reform", die keine ist

Albrecht Müller, der frühere Berater von Willy Brandt und Helmut Schmidt, liest in einem offenen Brief, den der Tagesspiegel abdruckt, dem Bundeskanzler Schröder die Leviten. Besonders stört er sich an dem Gebrauch des Begriffs "Reform": Es habe sich in der sozialdemokratischen Geschichte bei Reformen traditionell immer um Verbesserungen der sozialen Lage der unteren Schichten gehandelt. Bei der jetzigen "Reform" wird nicht nur den Ärmeren etwas weggenommen, es werden sogar die Mittelschichten in Panik vor dem sozialen Abstieg versetzt.
Endlich sagt's mal einer. Endlich steht es auch mal im "Tagesspiegel", wenn auch nur als Kommentar.

15
Aug
2004

Leerstand



Die regionale Ökonomie funktioniert nicht, wenn der Weinladen leersteht.....

9
Aug
2004

Papier kaufen im Kiez



Ein Lieblingsladen am Klausenerplatz ist das Papiergeschäft von Christina und Maghsoud Fallahi. Außer Papier gibt es hier Kinderbücher, Schreibgeräte, man kann Fotokopien anfertigen und Buchbindearbeiten in Auftrag geben. Das Geschäft gibt es seit 1985, die Fallahis haben den Laden zu einem Zeitpunkt gemietet, als die damalige Wohnungsbausgesellschaft "Neue Heimat" Probleme damit hatte: Es gab ein Reisebüro vorher, eine Theaterkasse, ein anderer Mieter versuchte, ein Restaurant einzurichten, obwohl er keinen Gewerbeschein hatte. Eines Tages ging Maghsoud auf dieser Seite des Platzes vorbei, sah den Zettel "Nachmieter für das Ladenlokal gesucht" und entschloss sich zu mieten. Christina war ausgebildete Lehrerin, hatte bis dahin vor allem als Apothekenhelferin gearbeitet und wollte gern ein Papiergeschäft dort einrichten. Maghsoud gefiel die Idee gut, er beschäftigte sich als Student auch mit Malerei und Kalligraphie und er hat den "richtigen Blick" für qualtitativ hochwertiges Papier. Als Diplom-Volksswirt brachte er ökonomisches Know-How ein. Die Ladeneinrichtung aus Holz entwickelte sich mit den Bedürfnissen, ein ehemaliger Architekt und ein Schreiner haben dabei geholfen.



Das Papiergeschäft an dieser Stelle ist von Anfang an von der Kundschaft im Kiez gut angenommen worden. Die Fallahis wohnen auch am Klausenerplatz und haben hier viele Bekannte, die natürlich zum festen Kundenstamm im Laden gehören.
Aber es gibt auch Probleme. So macht es sich seit etwa Mitte der neunziger Jahre bemerkbar, dass sich die Kiezstruktur verändert: Vor allem die wohlhabenden Familien bauen Häuser und ziehen ins Berliner Umland, während der Anteil der Sozialhilfeempfänger steigt, durch die Sanierung des Quartiers wurden eben auch viele Sozialwohnungen geschaffen. Ein weiterer Rückschlag für das Einzelhandelsgeschäft war die Ansiedlung von McPaper in der Postfiliale am Spandauer Damm. Maghsoud Fallahi denkt manchmal besorgt darüber nach, dass der Laden genug für die Familie mit zwei Töchtern im Ausbildungsalter erwirtschaften muss. Für heute allerdings muss man sich keine Sorgen machen: Es ist ein Riesenandrang!
Die Schule fängt an - die Kinder brauchen neue Schulsachen!

Fensterputzer

Die regionale Ökonomie funktioniert noch, solange die Fensterputzer zu tun haben.



Gestern getroffen: Klaus Reuther, früher Bühnenmeister und Schauspieler, heute Fensterputzer und Künstler...

Geräuschkulisse

Aaarrghhh.... Dacharbeiten.
Den ganzen Tag Hämmer- und Bohrgeräusche...

7
Aug
2004

Marktcafé

Mittags im Café Reet:
Hier ist der richtige Platz zum Ausruhen nach dem Einkaufen. Getroffen habe ich hier den Musiker Ludwig Papenberg, in der Bildmitte, mit weißem Sommerhut...
Seine 80er Jahre New Wave Band ALU gibt demnächst zwei CDs mit den besten Titeln der Gruppe heraus. Ich werde berichten....

Cafe am Klausenerplatz

6
Aug
2004

Texanische Weltkarte

Hmmm... gefühlte Geographie, sozusagen....

Verkehr verkehrt

Sommerzeit - Radfahrzeit. Der Fahrradverkehr nimmt in Berlin ständig zu, die Sensibilität der Verkehrsplaner für Radfahrerprobleme lässt aber oft zu wünschen übrig. Ein neuralgischer Punkt ist die spezielle Fahrradampel an der Kreuzung Spandauer Damm/Kaiser Friedrich-Straße. Hier ist viel los, die Verkehrströme aus den südlichen Bezirken müssen die Straße benutzen, wenn sie über die Spreebrücke nach Norden wollen, in Richtung West/Ost fahren Gewerbetransporter und vor allem auch Nutzer der Stadtautobahn. Es gibt hier eine komplizierte Ampelschaltung - für alle Spuren unterschiedlich - die allen Verkehrsteilnehmern die höchste Konzentration abverlangt.
Wenn Sie nun als Radfahrer vom Schloss in die Innenstadt fahren, werden Sie von einer Fahradampel - mit einer etwas längeren Grünphase als der Fußgängerampel - geleitet.
ampel
Das Problem entsteht, wenn Sie als Radfahrer etwas später auf die Kreuzung fahren, wenn die Fußgängerampel rot geschaltet ist. Sie haben soeben gesehen, dass Sie noch grün haben, fahren also beherzt drauflos, um die Grünphase auch richtig zu nutzen und treffen auf einen Autofahrer. Wenn der Autofahrer schon weit genug vorgefahren ist, sieht er die grüne Radfahrerampel nicht mehr, in seinem Blickfeld ist vielmehr die rote Fußgängerampel auf der gegeüberliegenden Straßenseite. Er ist also davon überzeugt, dass Sie nicht mehr auf die Kreuzung fahren dürfen. Radfahrer, die sich an dieser Stelle auf gültige Verkehrsregeln verlassen, begeben sich in Lebensgefahr!
Charlottenburg schneidet übrigens in der Bilanz der getöteten Radfahrer nicht besonders gut ab. In diesem Frühjahr ist Dersu, ein Junge aus unserem Kiez, an der Kreuzung Bismarckstraße/Kaiser-Friedrich-Straße von einem Lastwagen getötet worden.
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