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Hartzer Kaese

19
Sep
2008

Neue Berliner Umzugskultur

Neuberliner Transport

Der Fahrer nimmt Altmetall mit, macht aber auch HartzIV-Umzüge

12
Dez
2007

BRB!

be right back!

Euer pinman

4
Nov
2007

31
Okt
2007

1
Sep
2007

In Essen, Deutschland

In dieser traditionellen Hochburg der Arbeiterklasse sollten die Verhältnisse etwas besser sein, das setzt man immer noch stillschweigend voraus.
Nun ist Erstaunliches zu vernehmen: es gibt dort Arbeitnehmer 2. Klasse. Ein-Euro-Jobber der Essener Arbeits- und Beschäftigungsgesellschaft mussten einen Tag Zwangsurlaub nehmen, weil die "Stammbelegschaft" einen Betriebsauflug unternahm. Der Geschäftsführer erklärte bei Spiegel Online, dass die 500 in Wiedereingliederungsmaßnahmen beschäftigten Ein-Euro-Jobber ein "logistisches Problem" darstellen, deswegen wurden sie gar nicht erst eingeladen. Wer keinen Urlaub nehmen wollte, musste nacharbeiten.

18
Apr
2007

Die Abschaffung der Ich-AG war übereilt

Zumindest eine Sache, die Herr Hartz gut gemacht hat. Sämtliche Forschungsinstitute, die mit der Evaluierung von Arbeitsmarktförderung befasst sind, kommen zu dem gleichen Schluss: Der kürzlich abgeschaffte Existenzgründerzuschuss, der Arbeitslosen auf dem Weg in Selbständigkeit unterstützen sollte, die sogenannte "Ich-AG", war eine der bisher erfolgreichsten Maßnahmen der Agentur für Arbeit überhaupt. Das meldet gruendungszuschuss.de in seinem neuesten Newsletter. Zwei Jahre lang wurde die Gründungsförderung von verschiedenen Instituten wissenschaftlich begleitet, Müntefering wollte zunächst auch die Ergenisse abwarten. Die Große Koalition hatte sich jedoch frühzeitig politisch positioniert.

Nun wundert es auch nicht, wenn als ein Ergebnis festgehalten wurde, dass besonders Frauen von der Ich-AG-Förderung profitiert haben: der Frauenanteil lag hier bei 50%, während er beim nur kurzzeitig gewährten Gründungzuschuss nur bei 25% liegt. Nachhaltig erfolgreich waren die Ich-AGs auch: knapp 70% exisitieren auch nach Ablauf der Fördeung noch.

17
Mrz
2007

Mietpreissteigerungen

HartzIV-Idiotie und kein Ende! Die Meldung der Woche bestätigt alle Kritiker nochmal nachdrücklich: Die Zwangsumzüge von Langzeitarbeitslosen ALGII-Empfangern haben in den westdeutschen Städten zu einem unerwartet hohen Preisanstieg bei Kleinwohnungen geführt. Boshaft könnte man jetzt vermuten, dass dieser Effekt vielleicht doch gar nicht sooo überraschend war und vielmehr gerade beabsichtigt wurde: weiterer Anreiz für Finanzinvestoren, Mietshäuser abzugreifen.
Interessanterweise habe ich gestern auch erfahren, dass die Mieterin zwei Etagen über mir in der Wohnung mit dem gleichen Zuschnitt 30% mehr Miete zahlt als ich. Ich wohne aber auch schon über 15 Jahre hier...

22
Nov
2006

Sie ist es immer noch

In meinem Eintrag vor einem Jahr habe ich Madame Merkels Standing bestaunt und mich angesichts der ersten deutschen Bundeskanzlerin erstmal zur neutralen Beobachtung verpflichtet. Und das obwohl ich vorher aus guten Gründen von der Wahl einer konservativen Politikerin abgeraten hatte.

Nun, nach einem Jahr haben sich meine Befürchtungen bestätigt: Meine Kooperationspartnerinnen vom FrauenkompetenzZentrum am Spandauer Damm haben das Projekt aufgegeben. Die Bundesagentur für Arbeit unterstützt diese Art von besonderer Förderung für Frauen - Coaching für Berufsrückkehrerinnen, Arbeitsmarktförderung und Existenzgründerinnen-Beratung - nicht mehr.
Tja. Nun haben wir eine Bundeskanzlerin, nun sind Frauen emanzipiert, und müssen nicht mehr gefördert werden. Dass wir in punkto Chancengleichheit von Frauen am Arbeitsmarkt in Europa an vorletzter Stelle stehen, vor Litauen, spielt da für die Politiker keine Rolle mehr. Für Herrn Müntefering schon gar nicht.
[update] Passend zur Meldung vom geschlossenen FrauenkompetenzZentrum teilt mir eine Kollegin aus Neukölln mit, dass ihre Kooperationspartnerinnen vom Frauencomputerzentrum Berlin mit einer drastischen Kürzung ihrer Mittel klarkommen müssen.

13
Nov
2006

Angela Merkel empfängt 100 Unternehmer

Schreibt der Tagesspiegel.
Und nächste Woche - wir leben ja in einer Demokratie - empfängt sie dann 100 Arbeitnehmer und Arbeitslose?

22
Okt
2006

Bei meiner Zeitungslektüre

der vergangenen Woche ist mir eine kleine Veränderung im öffentlichen Diskurs aufgefallen: Nachdem man jahrelang die Existenz einer "Unterschicht" erstaunlich beharrlich unterschlagen hat, geht es nunmehr offenbar nur noch darum, wie man sie nennen sollte. Müntefering weigert sich, den Begriff anzuerkennen. Man könnte ja auf die Idee kommen, dass wir nicht mehr in einer homogenen Gesellschaft leben. Dabei wird das Auseinanderdriften - quasi hinter seinem Rücken - von den oberen und unteren Schichten gleichermaßen betrieben.
Andererseits ist Münteferings Argumentation auch wieder verständlich: wenn es keine Unterschicht gibt, muss er keine spezielle Zielgruppenpolitik dafür machen.

Einen passenden Beitrag zur Spiegel-Debatte über den mangelnden Leistungswillen der Unterschicht liefert die taz, dort fragt sich der Autor, wie ein vom Spiegel geprägtes willenstarkes Ich reagieren würde, wenn es von Hartz IV leben müsste....
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